Skip to main content

Diese Seite implementiert derzeit Kernfunktionen und ist noch nicht für die Patientennutzung bereit.

Gelbfieberimpfung: Alles, was Reisende 2026 wissen müssen

1. März 20267 Min.Von Medova
Evidence basis
source_requiredreviewed_by_medicalcountry_specific
GelbfieberReisegesundheitImpfung

Gelbfieber-Impfung: Alles, was Reisende 2026 wissen müssen

Gelbfieber zählt zu den bedeutendsten Gesundheitsrisiken für Reisende in tropische Regionen Afrikas und Südamerikas. Anders als viele Reiseimpfungen, die lediglich empfohlen werden, ist die Gelbfieberimpfung für die Einreise in Dutzende von Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Dieser Leitfaden deckt alles ab, was Reisende wissen müssen — von der Frage, wer die Impfung benötigt, bis hin zur Funktionsweise des Internationalen Impfausweises an der Grenzkontrolle.

Was ist Gelbfieber?

Gelbfieber ist eine akute virale hämorrhagische Erkrankung, die durch infizierte Aedes- und Haemagogus-Mücken übertragen wird. Die Krankheit ist in tropischen Regionen Afrikas und Südamerikas endemisch — schätzungsweise treten weltweit jährlich etwa 200.000 Fälle und 30.000 Todesfälle auf. Der Name leitet sich von der Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) ab, die bei einigen Patienten auftritt. Die meisten Infektionen verlaufen mild, schwere Fälle können jedoch hohes Fieber, Blutungen, Schock, Organversagen und Tod verursachen. Es gibt keine spezifische antivirale Therapie — Prävention durch Impfung ist die wirksamste Maßnahme.

Länder mit Gelbfieber-Impfpflicht

Die folgenden Länder verlangen einen Nachweis der Gelbfieberimpfung für alle Reisenden aus Endemiegebieten, viele auch für alle Einreisenden unabhängig von der Herkunft:

Afrika

Angola, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo (Republik), Kongo (DR), Äquatorialguinea, Äthiopien, Gabun, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Kenia, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Togo, Uganda

Südamerika

Bolivien, Brasilien (Amazonasgebiet und bestimmte Bundesstaaten), Kolumbien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, Trinidad und Tobago, Venezuela

Empfohlen, aber nicht vorgeschrieben

Auch wenn nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird die Impfung für Reisen in alle Gebiete, in denen das Gelbfiebervirus zirkuliert, dringend empfohlen. Einige Länder verlangen den Nachweis nur bei Anreise aus einem Endemieland (Transitregeln gelten). Prüfen Sie stets die aktuellen Einreisebestimmungen für Ihre konkrete Reiseroute, einschließlich Zwischenstopps.

Impfstoff-Details

Impfstoff-Details

Typ

Lebend-attenuiertes Virus (Stamm 17D)

Dosen

Einzeldosis (subkutane Injektion)

Schutzbeginn

10 Tage nach Impfung

Schutzdauer

Lebenslang (WHO-Änderung 2013 — eine Dosis genügt)

Mindestalter

9 Monate (6 Monate in Ausbruchssituationen)

Kontraindikationen

Immungeschwächte Personen, schwere Eiallergie, Säuglinge unter 6 Monaten, Schwangere (außer bei hohem Risiko), Thymuserkrankungen

Nebenwirkungen

Die Gelbfieberimpfung wird im Allgemeinen gut vertragen. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht und klingen innerhalb weniger Tage ab:

Häufig

  • Leichte Kopfschmerzen (10–30% der Geimpften)
  • Leichtes Fieber (bis 38°C) für 1–2 Tage
  • Muskelschmerzen oder Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Müdigkeit oder allgemeines Unwohlsein

Selten

  • Gelbfieber-Impfstoff-assoziierte viszerotrope Erkrankung (YEL-AVD) — schweres Organversagen, ~1 von 250.000 Dosen
  • Gelbfieber-Impfstoff-assoziierte neurotrope Erkrankung (YEL-AND) — Enzephalitis, ~1 von 125.000 Dosen

Internationaler Impfausweis (ICV)

Nach der Impfung erhalten Sie ein Internationales Zertifikat über Impfung oder Prophylaxe (ICVP), allgemein bekannt als "Gelber Impfpass." Dieses WHO-standardisierte Dokument wird 10 Tage nach der Impfung gültig und gilt jetzt lebenslang (früher auf 10 Jahre begrenzt). Grenzbeamte in endemischen Ländern überprüfen dieses Zertifikat bei der Ankunft. Bewahren Sie es stets zusammen mit Ihrem Reisepass auf. Bei Verlust kann eine erneute Impfung am Einreiseort verlangt oder die Einreise verweigert werden.

Praktische Tipps für Reisende

Praktische Tipps für Reisende

  • Buchen Sie Ihren Impftermin 4–6 Wochen vor der Reise, um vollen Schutz bis zur Abreise sicherzustellen.
  • Bringen Sie Ihren bestehenden Impfausweis (Gelber Pass) zum Termin mit, falls vorhanden.
  • Bewahren Sie den Gelben Pass beim Reisepass auf — Sie brauchen ihn bei der Einreise, nicht im aufgegebenen Gepäck.
  • Prüfen Sie, ob Transitländer ebenfalls einen Impfnachweis verlangen, auch bei kurzen Zwischenstopps.
  • Die Impfung ist nur in zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen verfügbar — nicht jede Klinik oder Apotheke bietet sie an.
  • Bei Eiallergie oder Immunerkrankungen besprechen Sie Alternativen mit einem Reisemediziner.

Medizinischer Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Anforderungen und Empfehlungen für die Gelbfieberimpfung ändern sich häufig. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt oder Reisemediziner für eine individuelle Beratung vor Ihrer Reise. Aktuelle länderspezifische Anforderungen finden Sie auf den Websites der WHO oder des CDC.

FAQ

Is the yellow fever vaccine required for travel?

Yes — over 40 countries in Africa and South America require proof of yellow fever vaccination (International Certificate of Vaccination or Prophylaxis) for entry. Some countries require it for all travelers, others only for those arriving from endemic areas. Check your destination's specific requirements at least 6 weeks before departure, as the vaccine must be administered at least 10 days before travel.

How long does the yellow fever vaccine last?

The yellow fever vaccine (Stamaril or YF-VAX) provides lifelong protection after a single dose, according to WHO guidelines updated in 2016. Previously, a booster was required every 10 years, but this is no longer recommended for most travelers. However, some countries may still request a certificate less than 10 years old — verify entry requirements for your specific destination.

What are the side effects of the yellow fever vaccine?

Most people experience only mild side effects: soreness at the injection site, low-grade fever, headache, and muscle aches lasting 1–3 days. Serious adverse reactions are rare (approximately 1 in 250,000 doses) and may include allergic reactions or viscerotropic disease. The vaccine is contraindicated for infants under 6 months, severely immunocompromised individuals, and people with egg allergies. Consult your travel health provider to assess your individual risk.

Japanische Enzephalitis Impfung: Wer braucht sie und wann

Erfahren Sie, ob Sie die Japanische-Enzephalitis-Impfung für Reisen nach Asien benötigen. Informieren Sie sich ueber Risikofaktoren, den Ixiaro-Impfplan, Nebenwirkungen und welche Länder Schutz erfordern.

Höhenkrankheit: Symptome, Vorbeugung & Behandlung für Trekker

Beugen Sie der Höhenkrankheit auf Ihrer Trekkingtour vor. Evidenzbasierte Akklimatisierungstipps, Diamox-Hinweise, Warnsignale bei AMS, HACE und HAPE sowie Packliste für Hochgebirgsreisen.

Typhus-Impfung: Oral vs. Injektion — Was ist besser für die Reise?

Vergleichen Sie die beiden Typhus-Impfoptionen für Reisende: oraler Ty21a (Vivotif) vs. injizierbarer Vi-Polysaccharid-Impfstoff. Erfahren Sie die Unterschiede bei Wirksamkeit, Schema, Nebenwirkungen, Kosten und welcher für Ihre Reise besser geeignet ist.

Zika-Virus und Reisen: Was Sie 2026 wissen müssen

Ein aktueller Ratgeber zum Zika-Virus für Reisende 2026. Aktuelle Risikogebiete, Schwangerschaftshinweise, Praeventionsstrategien, Symptome und was die neueste Wissenschaft ueber Zika-Uebertragung sagt.