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Lebend-attenuierter Rötelnimpfstoff basierend auf dem RA-27/3-Stamm, gezüchtet auf humanen diploiden Zellen (WI-38 oder MRC-5). Primär als Teil der MMR- oder MMRV-Kombination verabreicht. Monovalenter Rötelnimpfstoff in einigen Ländern für gezielte Nachholkampagnen verfügbar, insbesondere zum Schutz von Frauen im gebärfähigen Alter vor dem kongenitalen Rötelnsyndrom (CRS). CRS verursacht Taubheit, Herzfehler, Katarakt und geistige Behinderung bei Infektion im ersten Trimester.
Lebend-attenuierter Rötelnimpfstoff basierend auf dem RA-27/3-Stamm, gezüchtet auf humanen diploiden Zellen (WI-38 oder MRC-5). Primär als Teil der MMR- oder MMRV-Kombination verabreicht. Monovalenter Rötelnimpfstoff in einigen Ländern für gezielte Nachholkampagnen verfügbar, insbesondere zum Schutz von Frauen im gebärfähigen Alter vor dem kongenitalen Rötelnsyndrom (CRS). CRS verursacht Taubheit, Herzfehler, Katarakt und geistige Behinderung bei Infektion im ersten Trimester.
Ergänzende Immunisierungsaktivitäten (SIAs) für Frauen im gebärfähigen Alter in Ländern mit suboptimaler MMR-Abdeckung. Frauen im gebärfähigen Alter ohne dokumentierte Rötelnimmunität (seronegativ oder ohne Impfnachweis). Postpartale Impfung seronegativer Mütter. Gesundheitspersonal. Reisende nach 1957 geboren ohne dokumentierte Immunität. Massen-Nachholkampagnen.
Schwere allergische Reaktion auf vorherige Dosis, Neomycin oder Bestandteil. Schwangerschaft — Lebendimpfstoff; Empfängnis ≥4 Wochen nach Impfung vermeiden. Schwere Immundefizienz: symptomatische HIV-Infektion (CD4 <200), aktive Leukämie/Lymphom, immunsuppressive Therapie, angeborene Immundefizienz. Mittelschwere bis schwere akute Erkrankung (verschieben).
Sehr häufig: Schmerzen an der Injektionsstelle (15–25%). Häufig: leichtes Fieber (5–15%), vorübergehender Hautausschlag (5%, typischerweise 7–10 Tage nach Impfung), Lymphadenopathie. Gelenkbeschwerden (Arthralgie/vorübergehende Arthritis): 25% bei erwachsenen Frauen (selten bei Kindern und Männern) — Beginn 1–3 Wochen nach Impfung, selbstlimitierend. Selten: thrombozytopenische Purpura (1/25.000), periphere Neuritis.
Einzeldosis 0,5 ml, subkutane Injektion. Im Routine-Kinderimpfplan als MMR (12–15 Mon., 4–6 Jahre). Monovalent: Einzeldosis für nicht-immune Erwachsene. SC in Deltoideus oder anterolateralen Oberschenkel. Lyophilisat mit beiliegendem Lösungsmittel rekonstituieren; innerhalb von 8 Stunden verbrauchen.
Einzeldosis: 95–100% Serokonversion. Immunität gilt als lebenslang nach Einzeldosis. Wirksamkeit rötelnhaltiger Impfstoffe: >97% gegen Röteln, nahezu 100% gegen CRS bei Impfung vor Schwangerschaft.
Lagerung bei +2°C bis +8°C (oder -20°C für Langzeitlagerung). Vor Licht schützen (lichtempfindlich). Rekonstituierter Impfstoff: innerhalb von 8 Stunden verbrauchen. Lösungsmittel NICHT einfrieren.
Gleichzeitige Gabe mit anderen Lebendimpfstoffen am selben Tag möglich. Andernfalls ≥28 Tage Abstand zu anderen injizierbaren Lebendimpfstoffen. Totimpfstoffe in beliebigem Abstand. Blutprodukte: Impfung ≥3 Monate nach Immunglobulin oder Transfusion verschieben. Tuberkulin-Hauttest: kann für 4–6 Wochen supprimiert werden.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT (Lebendimpfstoff). Versehentliche Impfung ist KEINE Indikation für Schwangerschaftsabbruch. Kontrazeption ≥4 Wochen nach Impfung empfohlen. Stillzeit: sicher (Impfvirus in Muttermilch nachgewiesen, aber keine Erkrankung beim gestillten Kind).
Im Routine-Kinderimpfplan als MMR (12–15 Mon. + 4–6 Jahre). Monovalent: begrenzte pädiatrische Verwendung; MMR bevorzugt. Kinder ≥6 Monate: können bei Ausbruch vorzeitig MMR erhalten (Dosis vor 12 Mon. zählt nicht für Routineplan).
Frauen im gebärfähigen Alter: Empfängnis ≥4 Wochen nach Impfung vermeiden. Bei versehentlicher Impfung in der Schwangerschaft: Registerdaten zeigen KEINE bestätigten CRS-Fälle durch den Impfstamm (CDC-Register: >1.000 Frauen, 0 CRS-Fälle). Rötelnimpfung in der Schwangerschaft ist KEINE Indikation für einen Abbruch. Monovalenter Rötelnimpfstoff wird weltweit zugunsten von MR oder MMR ausgemustert.
Keine Impfplandaten verfügbar.
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