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Stellen Sie sicher, dass Ihre Diphtherie-Auffrischimpfung aktuell ist (Td/Tdap alle 10 Jahre). Selten in geimpften Bevölkerungen, aber weiterhin endemisch in Teilen Afrikas, Südasiens und der ehemaligen Sowjetstaaten. Suchen Sie bei starken Halsschmerzen mit gräulicher Membran während Reisen in Endemiegebiete sofort ärztliche Hilfe.
Durch Corynebacterium diphtheriae verursachte bakterielle Erkrankung mit Pseudomembran im Rachen. Toxin kann Herz und Nerven schädigen — lebensbedrohlich.
Symptome | Häufigkeit | Schweregrad | Beginn |
|---|---|---|---|
| Dysphagie | 75% | Mäßig | Frühphase |
| Fieber | 70% | Leicht | Frühphase |
| Krankheitsgefühl | 85% | Leicht | Frühphase |
| Halsschmerzen | 90% | Mäßig | Frühphase |
| Kopfschmerzen | 50% | Leicht | Frühphase |
| Appetitlosigkeit | 65% | Leicht | Frühphase |
| Übelkeit | 30% | Leicht | Frühphase |
| Nasenverstopfung | 8% | Leicht | Frühphase |
| Ödem | 25% | Mäßig | Höhepunkt |
| Atemnot | 25% | Schwer | Höhepunkt |
| Geschwollene Lymphknoten | 70% | Mäßig | Höhepunkt |
| Husten | 40% | Leicht | Höhepunkt |
| Erbrechen | 15% | Leicht | Höhepunkt |
| Hypotonie | 10% | Schwer | Spätphase |
| Lähmung | 5% | Schwer | Spätphase |
| Tachykardie | 20% | Mäßig | Spätphase |
| Verschwommenes Sehen | 8% | Leicht | Spätphase |
| Parästhesie | 10% | Leicht | Spätphase |
| Müdigkeit | 80% | Leicht | Jede Phase |
| Hautulkus | 20% | Mäßig | Jede Phase |
Schwere bakterielle Infektion der Schleimhäute von Rachen und Nase.
Diphtherie wird durch Corynebacterium diphtheriae verursacht, das ein Exotoxin produziert, welches Myokardzellen und Nervengewebe schädigt. Die Erkrankung ist durch Impfung weitgehend beherrschbar, tritt jedoch weiterhin in Endemiegebieten auf (Asien, Ostafrika, Osteuropa) und bei ungeimpften Reisenden.
Sofort ärztliche Notfallhilfe aufsuchen bei:
Starke Halsschmerzen mit grauer Pseudomembran
Atemnot, Stridor oder Speichelfluss
Dickhals (Bull neck) mit Schluckbeschwerden
Tachykardie mit Brustschmerzen (Myokarditis)
Neurologische Symptome (Lähmungen, Schluckstörungen)
Häufigste Anzeichen und Symptome
Inkubationszeit: 2–5 Tage.
Rachendiphtherie (häufigste Form):
Grau-weißliche Pseudomembran auf Mandeln / Pharynx, die bei Entfernung blutet
Halsschmerzen, Heiserkeit, "Stierenhals" (zervikale Lymphadenopathie + Ödem)
Subfebrile Temperatur; relativ gutes Allgemeinbefinden trotz schwerer lokaler Befunde
Larynxdiphtherie (Krupp): Heiserkeit, Bellhusten, Stridor, Erstickungsgefahr
Hautdiphtherie: Chronische Ulzera (häufiger in tropischen Ländern)
Die Kenntnis der Symptome ist der erste Schritt zu einer schnellen Reaktion.
Typischer Krankheitsverlauf (pharyngeale/tonsilläre Form):
Hinweis: Kutane Diphtherie (Hautulzera) verläuft in der Regel milder mit geringerer systemischer Toxizität, dient aber als Reservoir.
Wie diese Krankheit diagnostiziert wird
Klinisch + mikrobiologische Sicherung:
Abstrich von Pseudomembran (Rachen-/Nasenabstrich) → Kultur + Toxin-PCR
ELEK-Test oder PCR (tox-Gen) zur Toxinnachweis
Meldepflicht nach §6 IfSG — sofortige Isolierung des Patienten
Therapiebeginn klinisch, nicht auf Laborbefund warten!
Verfügbare Behandlungsmethoden
Medizinischer Notfall — sofortiger Therapiebeginn:
Diphtherie-Antitoxin (DAT): 20.000–120.000 IE i.m./i.v. — je nach Schweregrad; neutralisiert freies Toxin (Testdosis wegen Anaphylaxiegefahr!)
Antibiotika: Erythromycin 500 mg 4× tägl. (14 Tage) oder Penicillin G — eliminieren den Erreger
Isolierung (Tröpfcheninfektion)
Beatmung bei Larynxdiphtherie / Krupp
Herzmonitoring (EKG) über mindestens 4 Wochen
Die meisten Fälle werden bei früher Diagnose wirksam behandelt.
Wie Sie sich schützen können
Diphtherietoxoid-Impfung (DTaP/Td):
STIKO: Grundimmunisierung 4 Dosen; Auffrischung mit 5–6 J., 9–17 J., dann alle 10 Jahre
Auffrischimpfung für alle Erwachsenen alle 10 Jahre (kombinierten Td-Impfstoff)
Kontaktpersonen: Chemoprophylaxe mit Erythromycin
Vorbereitung ist der beste Schutz.
Endemiegebiete: Asien (Indien, Indonesien), Ostafrika, Teile Osteuropas. Reisende in diese Regionen müssen vollständig geimpft sein. Auffrischung alle 10 Jahre. Rückkehrende mit Symptomen (Halsschmerzen + Pseudomembran) sofortige ärztliche Vorstellung.
Statistiken und geografische Daten
Alarmierende Zunahme 2023–2025. WHO-Region Afrika: ~57.000 Verdachtsfälle und ~2.000 Todesfälle in 2023–2024 (Algerien, Tschad, Guinea, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Südafrika). Jemen: anhaltender Ausbruch. Globaler DAT-Engpass (Diphtherie-Antitoxin). DTP3-Impfquote: 84 % weltweit in 2023.
Wer am meisten gefährdet ist
Unvollständige Impfung, nachlassende Immunität bei Erwachsenen, Überbelegung, mangelnde Hygiene, Reise in Endemiegebiete.
Mögliche Komplikationen
Myokarditis: 10–25 % der hospitalisierten Patienten; Arrhythmien, Herzblock, Herzstillstand (häufigste Todesursache)
Polyneuritis: Motorische Neuropathie (Schlucklähmung, Augenlähmung, Extremitätenlähmung) — Wochen nach Infektion
Atemwegsobstruktion (Krupp) — akut lebensbedrohlich
Gesamtletalität: 5–10 % (bis 20 % bei nicht behandelten Fällen)
Erwartete Ergebnisse und Genesung
Mit Antitoxin + Antibiotika: Letalitätsrate 5–10 %.
Ohne Behandlung: Letalitätsrate 30–50 %.
Komplikationen, die die Prognose bestimmen:
Myokarditis: 10–25 % der Fälle, kann tödlich verlaufen. Kann 1–2 Wochen nach Beginn auftreten.
Neuropathie: Hirnnervlähmungen (palatinal, okulomotorisch), periphere Polyneuropathie (3–7 Wochen nach Beginn). In der Regel reversibel über Wochen bis Monate.
Atemwegsobstruktion: durch Ausbreitung der Pseudomembran. Kann eine Tracheotomie erfordern.
Renale Tubulusnekrose (selten).
Genesung: Unter Behandlung genesen die meisten Patienten innerhalb von 4–6 Wochen vollständig. Die Myokarditis hat die schlechteste Prognose.
Diese Krankheit ist durch Impfung vermeidbar. Ein wirksamer Schutz ist verfügbar.
Sprechen Sie vor Ihrer Reise mit einem Reisemediziner über den empfohlenen Impfplan.
Impfklinik finden →Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an einen Arzt. Medova ist kein medizinischer Dienstleister. Diese Informationen stellen keine Werbung für Heilmittel im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) dar.
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Quelle: WHO GHO OData ↗
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