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Polio ist fast ausgerottet, bleibt aber in Afghanistan und Pakistan endemisch. Einige Länder verlangen einen Polio-Impfnachweis bei Einreise aus Endemie-/Ausbruchsgebieten. Überprüfen Sie, ob Ihre Impfung aktuell ist. Eine Auffrischimpfung kann erforderlich sein.
Durch Poliovirus verursachte Infektionskrankheit, die zu schlaffer Lähmung führen kann. Weltweit nahezu eradiziert, endemisch noch in Pakistan und Afghanistan.
Symptome | Häufigkeit | Schweregrad | Beginn |
|---|---|---|---|
| Fieber | 85% | Leicht | Frühphase |
| Kopfschmerzen | 75% | Leicht | Frühphase |
| Krankheitsgefühl | 80% | Leicht | Frühphase |
| Reizbarkeit | 30% | Leicht | Frühphase |
| Appetitlosigkeit | 45% | Leicht | Frühphase |
| Übelkeit | 40% | Leicht | Frühphase |
| Halsschmerzen | 50% | Leicht | Frühphase |
| Erbrechen | 35% | Leicht | Frühphase |
| Bauchschmerzen | 25% | Leicht | Frühphase |
| Durchfall | 15% | Leicht | Frühphase |
| Lähmung | 1% | Kritisch | Höhepunkt |
| Rückenschmerzen | 20% | Mäßig | Höhepunkt |
| Dysphagie | 3% | Schwer | Höhepunkt |
| Myalgie | 25% | Mäßig | Höhepunkt |
| Nackensteifigkeit | 15% | Mäßig | Höhepunkt |
| Atemnot | 2% | Kritisch | Höhepunkt |
| Lichtempfindlichkeit | 10% | Leicht | Höhepunkt |
| Verstopfung | 20% | Leicht | Höhepunkt |
| Tremor | 5% | Leicht | Höhepunkt |
| Müdigkeit | 80% | Leicht | Jede Phase |
Hochinfektiöse Viruserkrankung, die dauerhafte Lähmungen verursachen kann.
Poliomyelitis (Kinderlähmung) wird durch Poliovirus Typ 1, 2 oder 3 verursacht, die fäkal-oral übertragen werden. Die WHO-Initiative zur Polioausrottung hat bis 2024 die Erkrankungen weltweit um >99 % reduziert. Wildtyp-Poliovirus Typ 2 gilt als eradiziert (seit 1999), Typ 3 seit 2019.
Sofort ärztliche Notfallhilfe aufsuchen bei:
Plötzliche Schwäche oder Lähmung einer Extremität (asymmetrisch)
Atem- oder Schluckbeschwerden
Unfähigkeit, den Kopf anzuheben
Starke Rücken-/Nackenschmerzen mit Schwäche
Akute schlaffe Lähmung (AFP) bei ungeimpftem Kind erfordert sofortige Meldung
Häufigste Anzeichen und Symptome
Inkubationszeit: 7–14 Tage (Bereich: 3–35 Tage).
90–95 % der Infektionen verlaufen asymptomatisch (stille Feiung).
Abortive Polio (~4–8 %): Fieber, Halsschmerzen, Erbrechen, Kopfschmerzen — selbstlimitierend nach 1–3 Tagen
Non-paralytische Polio (aseptische Meningitis, ~1–2 %): Nackenstarre, Meningismus
Paralytische Polio (< 1 %): Schlaffe, asymmetrische Lähmung — Beginn nach 2–5 Tagen Fieber; Atemlähmung (bulbäre Polio) lebensbedrohlich
Die Kenntnis der Symptome ist der erste Schritt zu einer schnellen Reaktion.
Typischer Krankheitsverlauf (paralytische Poliomyelitis):
Spinal vs. bulbär: Spinale Polio (Extremitätenlähmung) ist am häufigsten. Bulbäre Polio betrifft Hirnnerven und Atemzentrum — medizinischer Notfall.
Wie diese Krankheit diagnostiziert wird
Virologische Diagnose:
Stuhlkulturen (2 Proben im Abstand von 24–48 h) — sensitivste Methode, innerhalb der ersten 14 Tage
RT-PCR aus Stuhl, Rachensekret oder Liquor
Serologie: Neutralisationstest (nur bei bekanntem Typ) Sofortmeldung (24 h) und WHO-Notification erforderlich.
Verfügbare Behandlungsmethoden
Es gibt keine spezifische antivirale Therapie gegen Polioviren.
Supportive Behandlung: Analgetika, physikalische Therapie zur Erhaltung der Muskelfunktion
Beatmungsunterstützung (bei bulbärer/respiratorischer Beteiligung)
Intensive Physiotherapie und Rehabilitation nach der akuten Phase
Orthetische Versorgung und ggf. Korrekturosteotomien bei Restlähmungen
Die meisten Fälle werden bei früher Diagnose wirksam behandelt.
Wie Sie sich schützen können
Schluckimpfung (OPV) und Injektionsimpfstoff (IPV):
STIKO: 4 Dosen IPV mit 2, 4, 11 Monaten und 5–6 Jahren
Erwachsene: 1 Auffrischimpfung, falls keine dokumentierte Grundimmunisierung
Reisende in Endemiegebiete: Auffrischung alle 10 Jahre
Vorbereitung ist der beste Schutz.
Pakistan und Afghanistan: aktive Wildvirus-Übertragung. Bei Reisen in Poliogebiete muss ein vollständiger Impfschutz bestehen. Pakistan und Afghanistan verlangen Impfnachweise für ausreisende Reisende.
Statistiken und geografische Daten
99 WPV1-Fälle im Jahr 2024 (74 in Pakistan, 25 in Afghanistan) — ein Anstieg gegenüber 12 Fällen in 2023. WPV2 wurde 1999 ausgerottet, WPV3 im Jahr 2019. Im November 2025 wurde WPV1 in einer Umweltprobe in Hamburg, Deutschland, nachgewiesen. Die GPEI strebt die Eradikationszertifizierung bis Ende 2027 an.
Wer am meisten gefährdet ist
Unvollständige Impfung, Aufenthalt in Endemie-/Ausbruchsgebieten, schlechte Sanitärversorgung, Immundefizienz (prolongierte Ausscheidung, VDPV).
Mögliche Komplikationen
Dauerhafter schlaffer Lähmung (Paresen/Plegien) der Extremitäten — lebenslang
Postpolio-Syndrom (PPS): Jahrzehnte nach akuter Infektion — Muskelschwäche, Fatigue, Schmerzen (betrifft 25–40 % der Überlebenden)
Ateminsuffizienz (bulbäre Polio)
Skoliose durch asymmetrische Muskellähmung
Erwartete Ergebnisse und Genesung
Asymptomatische Infektion: 72 % der Fälle. Keine Folgeschäden.
Abortive Poliomyelitis (leichte Erkrankung): 24 %. Vollständige Genesung.
Nicht-paralytische aseptische Meningitis: 1–5 %. Vollständige Genesung innerhalb von 2–10 Tagen.
Paralytische Poliomyelitis: 0,5–1 % der Infektionen.
Letalitätsrate: 2–5 % bei Kindern, 15–30 % bei Erwachsenen (Beteiligung der Atemmuskulatur).
Bulbäre Polio (Hirnstammbeteiligung): Letalitätsrate 25–75 %.
Teilweise oder vollständige Erholung der Lähmung bei 60 % über 6–12 Monate. Residuelle Lähmung ist dauerhaft.
Post-Polio-Syndrom: 25–40 % der paralytischen Polio-Überlebenden entwickeln 15–40 Jahre später neue Schwäche, Müdigkeit und Muskelatrophie.
Diese Krankheit ist durch Impfung vermeidbar. Ein wirksamer Schutz ist verfügbar.
Sprechen Sie vor Ihrer Reise mit einem Reisemediziner über den empfohlenen Impfplan.
Impfklinik finden →Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an einen Arzt. Medova ist kein medizinischer Dienstleister. Diese Informationen stellen keine Werbung für Heilmittel im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) dar.
Vollständige NutzungsbedingungenGeografische Verteilung und aktive Ausbrüche
Aktuelle epidemiologische Daten vom Global Health Observatory der WHO.
Quelle: WHO GHO OData ↗
Und 15 weitere Datensätze
Diese Daten dienen nur zu Informationszwecken. Bitte konsultieren Sie offizielle WHO-Quellen.
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| Flagge | Land | Risikograd |
|---|---|---|
| Afghanistan | Hohes Risiko | |
| Pakistan | Hohes Risiko | |
| Chad | Hohes Risiko | |
| Sudan |
| Hohes Risiko |
| South Sudan | Hohes Risiko |
| Yemen | Hohes Risiko |
| Cameroon | Hohes Risiko |
| Niger | Hohes Risiko |
| Somalia | Hohes Risiko |
| Indonesia | Hohes Risiko |