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Reisende mit Zugang zur medizinischen Versorgung und Chemoprophylaxe haben ein sehr geringes Risiko. Suchen Sie bei jedem Fieber innerhalb von 3 Monaten nach Rückkehr aus einem Endemiegebiet sofort ärztliche Hilfe. Die konsequente Einnahme der Prophylaxe ist entscheidend — nehmen Sie alle Dosen wie verordnet ein.
Lebensbedrohliche Parasitenkrankheit, übertragen durch Anopheles-Mücken. 249 Mio. Fälle und 608.000 Todesfälle jährlich (WHO 2023). Chemoprophylaxe und Mückenschutz sind entscheidend.
Symptome | Häufigkeit | Schweregrad | Beginn |
|---|---|---|---|
| Schüttelfrost | 85% | Mäßig | Frühphase |
| Kopfschmerzen | 80% | Mäßig | Frühphase |
| Krankheitsgefühl | 80% | Leicht | Frühphase |
| Rigor (Schüttelfrost) | 70% | Mäßig | Frühphase |
| Appetitlosigkeit | 65% | Leicht | Frühphase |
| Myalgie | 60% | Leicht | Frühphase |
| Arthralgie | 40% | Leicht | Frühphase |
| Rückenschmerzen | 30% | Leicht | Frühphase |
| Nachtschweiß | 65% | Leicht | Höhepunkt |
| Splenomegalie | 60% | Leicht | Höhepunkt |
| Dunkler Urin | 20% | Mäßig | Höhepunkt |
| Dehydratation | 40% | Mäßig | Höhepunkt |
| Hepatomegalie | 40% | Leicht | Höhepunkt |
| Ikterus | 25% | Mäßig | Höhepunkt |
| Übelkeit | 55% | Leicht | Höhepunkt |
| Tachykardie | 50% | Leicht | Höhepunkt |
| Erbrechen | 45% | Leicht | Höhepunkt |
| Bauchschmerzen | 35% | Leicht | Höhepunkt |
| Durchfall | 30% | Leicht | Höhepunkt |
| Hypotonie | 15% | Schwer | Höhepunkt |
| Bewusstseinsstörung | 8% | Kritisch | Spätphase |
| Verwirrtheit | 10% | Schwer | Spätphase |
| Krampfanfälle | 5% | Kritisch | Spätphase |
| Atemnot | 10% | Schwer | Spätphase |
| Müdigkeit | 85% | Leicht | Jede Phase |
| Fieber | 95% | Schwer | Jede Phase |
| Husten | 25% | Leicht | Jede Phase |
Malaria ist eine parasitäre Krankheit, die durch Mücken übertragen wird und hauptsächlich in tropischen und subtropischen Regionen auftritt. Verursacht durch Protozoen der Gattung Plasmodium.
Malaria wird durch Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht. P. falciparum ist die gefährlichste Art und für die Mehrzahl der Todesfälle verantwortlich. Weitere Arten sind P. vivax (am weitesten verbreitet), P. ovale, P. malariae und P. knowlesi (Zoonose, Südostasien). Der Parasit durchläuft einen komplexen Lebenszyklus zwischen Mücke (geschlechtliche Vermehrung) und Mensch (ungeschlechtliche Vermehrung in Leber und Erythrozyten). Die Übertragung erfolgt durch den Stich einer infizierten weiblichen Anopheles-Mücke, typischerweise zwischen Dämmerung und Morgengrauen.
Malaria bleibt eine der größten globalen Gesundheitsherausforderungen — 2023 wurden 249 Mio. Fälle und 608.000 Todesfälle gemeldet (WHO World Malaria Report 2024). Subsahara-Afrika trägt die Hauptlast: ~94 % aller Fälle und 95 % der Todesfälle. Kinder unter 5 Jahren und Schwangere sind am stärksten gefährdet.
Sofort ärztliche Notfallhilfe suchen, wenn während oder nach einer Reise in ein Malaria-Endemiegebiet EINES der folgenden Symptome auftritt:
Hohes Fieber (>39 °C) mit Schüttelfrost oder Rigor
Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit
Starke Kopfschmerzen, die auf Medikamente nicht ansprechen
Atemnot oder beschleunigte Atmung
Anhaltendes Erbrechen, Unfähigkeit Flüssigkeit bei sich zu behalten
Sehr dunkler oder colafarbener Urin (Schwarzwasserfieber)
Gelbfärbung der Augen oder Haut (Ikterus)
Ungewöhnliche Blutungen (Zahnfleisch, Nase, Hämatome)
Extreme Schwäche oder Unfähigkeit zu stehen
KRITISCH: Malaria kann innerhalb von 24–48 Stunden von milden Symptomen zum lebensbedrohlichen Zustand fortschreiten, insbesondere P. falciparum. Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet ist Malaria, bis das Gegenteil bewiesen ist.
Häufigste Anzeichen und Symptome
Symptome treten typischerweise 7–30 Tage nach einem infektiösen Mückenstich auf. P. vivax und P. ovale können jedoch als Hypnozoiten monatelang bis jahrelang in der Leber ruhen, bevor ein Rückfall auftritt.
Klassischer Malariaanfall (zyklisches Muster):
Kältestadium: Schüttelfrost, Rigor (15–60 Minuten)
Hitzestadium: hohes Fieber (39–41 °C), Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen (2–6 Stunden)
Schweißstadium: profuses Schwitzen, Temperaturabfall, Erschöpfung (2–4 Stunden)
Häufige Symptome:
Fieber (>90 % der Fälle), Kopfschmerzen, Myalgien, Fatigue
Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Bauchschmerzen
Anämie (durch Erythrozytendestruktion)
Ikterus (bei mittelschweren bis schweren Verläufen)
Splenomegalie
P.-falciparum-Warnsignale (Progression zur schweren Malaria):
Bewusstseinsveränderungen, Verwirrtheit, Krampfanfälle
Schwere Anämie (Hb <5 g/dL)
Atemnot, Lungenödem
Hypoglykämie, metabolische Azidose
Nierenversagen, Hämoglobinurie (Schwarzwasserfieber)
Die Kenntnis der Symptome ist der erste Schritt zu einer schnellen Reaktion.
Die Krankheit kann mit wiederkehrenden Fieberanfällen alle 2-3 Tage (Tertiär-Malaria) oder alle 3-4 Tage (Quartär-Malaria) verlaufen.
Wie diese Krankheit diagnostiziert wird
Labordiagnostik:
Mikroskopie (Goldstandard): Dicker Tropfen — Nachweis und Quantifizierung der Parasitämie. Dünner Ausstrich — Speziesidentifizierung. Bei negativem Ergebnis und klinischem Verdacht Wiederholung alle 12–24 h über 48 h.
Schnelltests (RDTs): HRP2-basiert — Nachweis von P. falciparum (Sensitivität >95 %). pLDH/Aldolase-basiert — alle Spezies. Ergebnis in 15–20 Minuten.
PCR: Höchste Sensitivität; bei niedriger Parasitämie und Mischinfektionen.
Blutbild: Thrombozytopenie (70–80 %), Anämie.
Leber-/Nierenfunktion: Bei Verdacht auf schwere Malaria.
Wichtig: Malaria muss bei JEDEM fieberhaften Reiserückkehrer aus einem Endemiegebiet erwogen werden — auch Monate nach der Reise (P.-vivax/ovale-Rückfall). Meldepflicht nach §7 IfSG (namentlich, Erregernachweis).
Verfügbare Behandlungsmethoden
Unkomplizierte P.-falciparum-Malaria:
Artemisinin-basierte Kombinationstherapie (ACT) — weltweit erste Wahl
Artemether-Lumefantrin (Coartem/Riamet) — am häufigsten verwendet
Atovaquon-Proguanil (Malarone) — Alternative in nicht-endemischen Ländern
Therapiedauer: 3 Tage
Schwere Malaria (Notfall):
IV Artesunat — Mittel der Wahl (35 % Mortalitätsreduktion gegenüber Chinin)
Nach Stabilisierung: vollständiger ACT-Kurs oral
Intensivmedizinische Betreuung bei Organversagen
P. vivax / P. ovale (Rezidivprophylaxe):
Chloroquin (noch wirksam) + Primaquin 14 Tage
G6PD-Test VOR Primaquin OBLIGATORISCH (Risiko hämolytischer Anämie)
Alternative: Tafenoquin (Einzeldosis, ebenfalls G6PD-Test erforderlich)
In der Schwangerschaft:
2./3. Trimenon: ACT (Artemether-Lumefantrin bevorzugt)
Resistenz: Chloroquin-Resistenz von P. falciparum ist weit verbreitet. Partielle Artemisinin-Resistenz in Südostasien dokumentiert und in Ostafrika aufkommend (WHO 2024).
Die meisten Fälle werden bei früher Diagnose wirksam behandelt.
Wie Sie sich schützen können
Chemoprophylaxe (für Reisende in Endemiegebiete):
Atovaquon-Proguanil (Malarone): Beginn 1–2 Tage vorher, täglich während, 7 Tage danach
Doxycyclin: Beginn 1–2 Tage vorher, täglich während, 28 Tage danach
Mefloquin: Beginn 2–3 Wochen vorher, wöchentlich während, 4 Wochen danach
Auswahl nach Reiseziel (Resistenzmuster), Reisedauer und Kontraindikationen
Persönlicher Mückenschutz:
DEET 20–50 % oder Icaridin 20 % auf exponierte Haut
Permethrin-imprägnierte Kleidung und Ausrüstung
Lange Ärmel und Hosen in der Dämmerung
Insektizid-behandelte Bettnetze — jede Nacht darunter schlafen
Klimaanlage oder vergitterte Fenster
Impfung:
Keine Prophylaxe ist zu 100 % wirksam. Reisende müssen Chemoprophylaxe mit Mückenschutzmaßnahmen kombinieren.
Vorbereitung ist der beste Schutz.
Vor der Reise:
Reisemedizinische Beratung 4–6 Wochen vor Abreise (DTG-Empfehlungen beachten)
Chemoprophylaxe-Rezept entsprechend Reiseziel einholen
Repellent (DEET/Icaridin) und Permethrin einpacken
Imprägniertes Bettnetz bei unsicherer Unterkunftsqualität besorgen
Reisekrankenversicherung mit medizinischer Evakuierung erwägen
Während der Reise:
Chemoprophylaxe genau nach Vorschrift einnehmen — keine Dosen auslassen
Repellent in der Dämmerung auftragen; nach Baden/Schwitzen erneut auftragen
Jede Nacht unter imprägniertem Bettnetz schlafen
Lange Ärmel und Hosen in Mücken-Spitzenzeiten
Nach der Reise:
Chemoprophylaxe für den vollen Zeitraum nach Verlassen des Endemiegebiets fortsetzen
Bei JEGLICHEM Fieber innerhalb von 12 Monaten nach Rückkehr — SOFORT zum Arzt
Reiseanamnese und Malariarisiko dem Arzt mitteilen
P. vivax/ovale kann Rückfälle bis 2 Jahre nach Exposition verursachen
Reiseziele mit höchstem Risiko: Subsahara-Afrika (besonders Westafrika), Papua-Neuguinea, Salomonen, Teile Indiens, Amazonasbecken.
Statistiken und geografische Daten
Globale Krankheitslast: 249 Mio. Fälle, 608.000 Todesfälle in 2023 (WHO World Malaria Report 2024)
Endemische Länder: 85 Länder, vorwiegend Subsahara-Afrika (94 % der Fälle), gefolgt von Südostasien und dem östlichen Mittelmeerraum
Höchste Belastung: Nigeria (27 %), DRK (12 %), Uganda (5 %), Mosambik (4 %)
Todesfälle: 95 % in Afrika
80 % bei Kindern unter 5 Jahren
Reisende: ~10.000–30.000 importierte Fälle/Jahr in nicht-endemischen Ländern
Deutschland: ~1.000 Fälle/Jahr (RKI)
Saisonalität: Höhepunkt während und nach Regenzeiten
ganzjährig in äquatorialen Regionen
Höhe: Transmission typisch unter 1.500–2.000 m ü. NHN
Resistenz: Chloroquin-resistenter P. falciparum in den meisten Teilen Afrikas und Asiens
partielle Artemisinin-Resistenz im Mekong-Subregion und aufkommend in Ruanda, Uganda, Eritrea
Wer am meisten gefährdet ist
Reisen in Endemiegebiete, Aufenthalt im Freien während der Mückenaktivitätsstunden, fehlende Prophylaxe.
Mögliche Komplikationen
Schwere Malaria — vorwiegend P. falciparum:
Zerebrale Malaria: Krampfanfälle, Koma
Letalität 15–20 % trotz Therapie
neurologische Folgeschäden bei 10–20 % der Überlebenden
Schwere Anämie: Hb <5 g/dL, besonders bei Kindern und Schwangeren
ARDS: Lungenödem, respiratorisches Versagen
Akutes Nierenversagen: Kreatinin >3 mg/dL, ggf. Dialyse erforderlich
Hypoglykämie: Insbesondere unter Chinin-Therapie und in der Schwangerschaft
Metabolische und Laktatazidose
DIC (disseminierte intravasale Gerinnung)
Milzruptur (selten, aber lebensbedrohlich)
Schwarzwasserfieber: Massive intravasale Hämolyse mit Hämoglobinurie
Schwangerschaftskomplikationen:
Plazenta-Malaria, intrauterine Wachstumsretardierung, niedriges Geburtsgewicht
Mütterliche Anämie, erhöhtes Frühgeburtsrisiko
Kongenitale Malaria (vertikale Transmission)
Gesamtletalität: <0,3 % bei Behandlung
15–20 % bei schwerer Malaria
nahezu 100 % bei unbehandelter zerebraler Malaria.
Erwartete Ergebnisse und Genesung
Die Prognose hängt von der Geschwindigkeit der Diagnose und Behandlung ab. Eine frühzeitige Behandlung führt zu vollständiger Genesung.
Diese Krankheit ist durch Impfung vermeidbar. Ein wirksamer Schutz ist verfügbar.
Sprechen Sie vor Ihrer Reise mit einem Reisemediziner über den empfohlenen Impfplan.
Impfklinik finden →Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an einen Arzt. Medova ist kein medizinischer Dienstleister. Diese Informationen stellen keine Werbung für Heilmittel im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) dar.
Vollständige NutzungsbedingungenGeografische Verteilung und aktive Ausbrüche
Aktuelle epidemiologische Daten vom Global Health Observatory der WHO.
Quelle: WHO GHO OData ↗
Und 15 weitere Datensätze
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WHO-Datenquelle anzeigen →| Flagge | Land | Risikograd |
|---|---|---|
| Sierra Leone | Hohes Risiko | |
| Guinea-Bissau | Hohes Risiko | |
| Kamerun | Hohes Risiko | |
| Senegal | Hohes Risiko | |
| Liberia | Hohes Risiko | |
| Guinea | Hohes Risiko | |
| Somalia | Hohes Risiko | |
| Südsudan | Hohes Risiko | |
| Côte d’Ivoire | Hohes Risiko | |
| Gambia | Hohes Risiko |
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