Übersicht
Schwere bakterielle Infektion durch Neisseria meningitidis mit Hirnhautentzündung und/oder Sepsis. Unbehandelt Letalität bis 50 %; selbst unter Antibiotikatherapie 10–15 %.
Symptome
Symptome | Häufigkeit | Schweregrad | Beginn |
|---|---|---|---|
| Fieber | 90% | Schwer | Frühphase |
| Hohes Fieber | 70% | Schwer | Frühphase |
| Reizbarkeit | 70% | Mäßig | Frühphase |
| Nackensteifigkeit | 75% | Schwer | Frühphase |
| Lichtempfindlichkeit | 60% | Mäßig | Frühphase |
| Starke Kopfschmerzen | 85% | Schwer | Frühphase |
| Erbrechen | 65% | Mäßig | Frühphase |
| Schüttelfrost | 55% | Mäßig | Frühphase |
| Müdigkeit | 50% | Leicht | Frühphase |
| Appetitlosigkeit | 55% | Leicht | Frühphase |
| Krankheitsgefühl | 50% | Leicht | Frühphase |
| Myalgie | 45% | Leicht | Frühphase |
| Übelkeit | 55% | Leicht | Frühphase |
| Arthralgie | 25% | Leicht | Frühphase |
| Rückenschmerzen | 20% | Leicht | Frühphase |
| Halsschmerzen | 25% | Leicht | Frühphase |
| Geschwollene Lymphknoten | 20% | Leicht | Frühphase |
| Verwirrtheit | 40% | Schwer | Höhepunkt |
| Petechien | 65% | Kritisch | Höhepunkt |
| Hautausschlag | 70% | Schwer | Höhepunkt |
| Bewusstseinsstörung | 30% | Kritisch | Höhepunkt |
| Blutergüsse | 25% | Schwer | Höhepunkt |
| Dehydratation | 35% | Mäßig | Höhepunkt |
| Hämorrhagie | 15% | Kritisch | Höhepunkt |
| Hypotonie | 30% | Kritisch | Höhepunkt |
| Krampfanfälle | 20% | Kritisch | Höhepunkt |
| Schock | 12% | Kritisch | Höhepunkt |
| Tachykardie | 60% | Mäßig | Höhepunkt |
Übertragung
Übersicht
Schwere bakterielle Infektion der Hirnhäute.
Übersicht
Die Meningokokken-Erkrankung wird durch Neisseria meningitidis verursacht — ein gramnegatives Diplokokkus. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (enger Kontakt, Husten, Küssen). 6 hauptsächliche krankheitsverursachende Serogruppen: A, B, C, W, X und Y. Das Bakterium kolonisiert den Nasopharynx (Trägertum bei 5–10 % der Bevölkerung, bis 25 % bei Jugendlichen). Bei empfänglichen Personen kann es zu Blutinvasion (Meningokokkämie) und/oder Meningitis kommen. Der Verlauf ist fulminant — vom ersten Symptom bis zum Tod können nur 24 Stunden vergehen.
Notfallzeichen
Sofort Rettungsdienst (112) rufen bei:
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Hohem Fieber mit starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit
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Petechien oder Purpura, die unter Glasdruck NICHT verblassen (Glastest!)
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Rascher Verschlechterung des Allgemeinzustands
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Verwirrtheit, Somnolenz oder Bewusstlosigkeit
-
Lichtscheu mit Übelkeit/Erbrechen
-
Bei Säuglingen: gespannte Fontanelle, monotones Schreien, Trinkverweigerung, Reizbarkeit
-
JEDE Minutenverzögerung erhöht das Sterberisiko — sofort 112 rufen
Detaillierte Symptome
Häufigste Anzeichen und Symptome
Inkubationszeit: 2–10 Tage (typisch 3–4 Tage). Das klinische Bild hängt von der Verlaufsform ab:
Meningokokken-Meningitis:
-
Akuter Beginn mit hohem Fieber und Schüttelfrost
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Schwere Kopfschmerzen (stärkste Kopfschmerzen des Lebens)
-
Nackensteifigkeit (Kernig- und Brudziński-Zeichen)
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Lichtscheu (Photophobie)
-
Übelkeit und Erbrechen (zentral bedingt)
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Verwirrtheit, Somnolenz, Agitiertheit
-
Bei Säuglingen: gespannte Fontanelle, Reizbarkeit, monotones Schreien, Trinkverweigerung
Meningokokkämie (meningokokkale Sepsis):
-
Fieber mit rascher Verschlechterung des Allgemeinzustands
-
Petechien und Purpura (charakteristischer Ausschlag — verblasst NICHT unter Glasdruck)
-
Ausschlag kann rasch zu Purpura fulminans fortschreiten
-
Septischer Schock: kalte Extremitäten, Tachykardie, Hypotension, Oligurie
-
Extremitätenschmerzen (bei Kindern — Verweigerung des Gehens)
Mischform (Meningitis + Meningokokkämie): Häufigste klinische Präsentation.
Die Kenntnis der Symptome ist der erste Schritt zu einer schnellen Reaktion.
Krankheitsverlauf
Typischer Krankheitsverlauf:
- Inkubationszeit: 2–10 Tage (Durchschnitt 3–4 Tage).
- Prodromalphase (Stunden): Symptome der oberen Atemwege, Fieber, Kopfschmerzen — oft nicht von einer viralen Erkrankung zu unterscheiden. Entscheidend: Diese Phase kann sehr kurz sein.
- Akute Meningitis (Stunden bis 1–2 Tage): Hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Photophobie, Erbrechen. Kernig- und Brudzinski-Zeichen. Bewusstseinsstörung.
- Meningokokkämie (kann mit oder ohne Meningitis auftreten): Petechiales Exanthem → Purpura → Purpura fulminans. Hypotonie, Tachykardie, DIC. Kann innerhalb von 12–24 Stunden vom ersten Symptom zum Tod fortschreiten.
- Resolution mit Behandlung: Antibiotika (ceftriaxone/cefotaxime) sollten innerhalb von 1 Stunde nach klinischem Verdacht gegeben werden. Dexamethason als Adjuvans.
Kritisches Merkmal: Fulminante Meningokokkensepsis kann innerhalb von 12–24 Stunden von scheinbar guter Gesundheit zum Tod fortschreiten. Das nicht-wegdrückbare petechiale Exanthem ist ein Alarmzeichen, das sofortige Notfallversorgung erfordert.
Diagnose
Wie diese Krankheit diagnostiziert wird
MEDIZINISCHER NOTFALL — Behandlung nicht durch Diagnostik verzögern!
-
Blutkultur: VOR erster Antibiotikagabe abnehmen
-
positiv in 40–70 %
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Liquoruntersuchung: Granulozytäre Pleozytose (>1.000 Zellen/μL), erniedrigte Glukose (<40 % der Blutglukose), erhöhtes Eiweiß (>1 g/L)
-
Gramfärbung: gramnegative Diplokokken in 50–80 %
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PCR (crf/ctrA): Sensitivste Methode
-
ermöglicht Serogruppenbestimmung. Auch nach Antibiotikabeginn durchführbar.
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Latexagglutination: Schnelltest auf Meningokokken-Antigene im Liquor
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Procalcitonin/CRP: Stark erhöht
-
Procalcitonin >2 ng/mL suggestiv für Bakteriämie
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Blutbild: Leukozytose mit Linksverschiebung
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Thrombozytopenie bei Meningokokkämie (DIC)
Meldepflicht nach §6 IfSG (namentlich, innerhalb von 24 h).
Behandlung
Verfügbare Behandlungsmethoden
MEDIZINISCHER NOTFALL — sofort behandeln!
Empirische Antibiotikatherapie (vor Erregeridentifikation):
-
Ceftriaxon: 2 g i.v. alle 12 h (Erwachsene) oder 100 mg/kg/Tag (Kinder) — Mittel der Wahl
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Cefotaxim: 2 g i.v. alle 4–6 h — Alternative
-
Bei Verdacht im Feld: Benzylpenicillin i.v./i.m. SOFORT (nicht auf Transport in Klinik warten)
Nach Identifikation von N. meningitidis:
-
Penicillin G 4 Mio. IE i.v. alle 4 h (bei Empfindlichkeit) × 7 Tage
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Ceftriaxon × 7 Tage (bei Penicillinresistenz)
Supportive Therapie:
-
Dexamethason 0,15 mg/kg alle 6 h × 4 Tage — VOR oder MIT erster Antibiotikadosis beginnen (reduziert Hörverlust- und neurologisches Komplikationsrisiko)
-
Volumensubstitution bei septischem Schock
-
Vasopressoren bei refraktärer Hypotension
-
DIC-Therapie: Blutprodukte nach Indikation
Chemoprophylaxe der Kontaktpersonen:
-
Ciprofloxacin 500 mg p.o. einmalig (Erwachsene) oder Rifampicin 600 mg alle 12 h × 2 Tage
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Ceftriaxon 250 mg i.m. einmalig (Schwangere)
Die meisten Fälle werden bei früher Diagnose wirksam behandelt.
Präventionsdetails
Wie Sie sich schützen können
Impfung:
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Konjugatimpfstoff ACWY (Menactra, Menveo, Nimenrix): Einzeldosis ab dem 2. Lebensjahr
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Auffrischung nach 5 Jahren bei anhaltendem Risiko. Voraussetzung für Hajj/Umra-Visum (Saudi-Arabien).
-
Serogruppe-B-Impfstoff (Bexsero, Trumenba): 2–3-Dosen-Schema
-
empfohlen für Säuglinge, Jugendliche und Personen mit Asplenie oder Komplementdefekten.
-
Polysaccharidimpfstoff: Wird durch Konjugatimpfstoffe ersetzt — schlechtere Immunogenität und kein Einfluss auf Trägertum.
-
STIKO-Empfehlung: MenC im 12. Lebensmonat (Standard)
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MenACWY und MenB — empfohlen bei Risikofaktoren, Reise in Endemiegebiete
Chemoprophylaxe (Kontaktpersonen): Ciprofloxacin/Rifampicin/Ceftriaxon innerhalb von 24 h nach Diagnose des Indexfalls.
Vorbereitung ist der beste Schutz.
Reisehinweise
Risiko für Reisende:
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Pflichtimpfung ACWY: Saudi-Arabien verlangt sie für Hajj-/Umra-Pilger — Impfung ≥10 Tage vor Einreise
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Afrikanischer Meningitisgürtel (Senegal–Äthiopien): ACWY-Impfung für alle Reisenden empfohlen, besonders in der Trockenzeit (XII–VI)
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Universitätscampus: Studierende in Wohnheimen haben erhöhtes Risiko — MenACWY + MenB empfohlen
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Geschlossene Gemeinschaften: Kasernen, Hostels, Mehrbettzimmer — enger Kontakt begünstigt Übertragung
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Trägertum steigt unter beengten Verhältnissen — Flaschen, Becher und Besteck nicht teilen
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Ausbrüche können plötzlich und ohne Vorwarnung auftreten — aktuelle Informationen auf der WHO-Website
Wie häufig ist es?
Statistiken und geografische Daten
Die WHO schätzt ~500.000 Fälle invasiver Meningokokken-Erkrankung jährlich weltweit, mit ~50.000 Todesfällen.
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Afrikanischer Meningitisgürtel (Senegal bis Äthiopien): Größte Epidemien (Serogruppe A, zunehmend W und X)
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epidemische Inzidenz bis 1.000/100.000
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Europa: Serogruppen B und C dominieren
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Inzidenz 0,5–3/100.000
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Jugendliche und junge Erwachsene am meisten gefährdet
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Nordamerika: Serogruppen B, C, Y
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Inzidenz ~0,3/100.000
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Ausbrüche auf Universitätscampus
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Naher Osten: Hajj/Umra-assoziiertes Risiko — Pflichtimpfung ACWY
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Saisonalität: Im Meningitisgürtel — Trockenzeit (Dezember–Juni)
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in gemäßigten Zonen — Winter/Frühling
Risikofaktoren
Wer am meisten gefährdet ist
Reisen in den afrikanischen Meningitisgürtel (Subsahara-Afrika), Hadsch-Pilgerfahrt, Leben auf engem Raum (Wohnheime, Militärkasernen), Komplementdefizit oder Asplenie, Jugendliche und junge Erwachsene (15–24 Jahre), Säuglinge unter 1 Jahr, Exposition während Ausbrüchen.
Komplikationsdetails
Mögliche Komplikationen
Frühkomplikationen:
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Purpura fulminans: DIC mit Haut- und Gewebenekrosen
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kann Amputationen erfordern
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Septischer Schock: Multiorganversagen
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Letalität 30–50 %
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Hirnödem: Einklemmung — ohne Intervention letal
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Waterhouse-Friderichsen-Syndrom: Hämorrhagische Nebennierennekrose
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akute Nebenniereninsuffizienz
Spätkomplikationen:
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Hörverlust: 5–10 % der Überlebenden (sensorineural, oft bilateral)
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Neurologische Defizite: Kognitive Einschränkungen, Epilepsie, Paresen (10–20 %)
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Amputationen: Nach Purpura fulminans — Prothesenversorgung notwendig
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Nierenversagen: Akute Tubulusnekrose (im Rahmen von Schock/DIC)
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Gesamtletalität: 10–15 % unter Therapie
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50 % ohne Behandlung
Genesung & Aussichten
Erwartete Ergebnisse und Genesung
Mit Behandlung: Letalitätsrate 8–15 % (Meningitis), 20–40 % (Meningokokkämie/Sepsis).
Ohne Behandlung: Nahezu 100 % tödlich.
Folgeschäden bei Überlebenden:
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Hörverlust: 5–10 %.
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Neurologische Defizite: 10–20 % (kognitive Beeinträchtigung, Krampfanfälle, motorische Defizite).
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Extremitätenamputation (durch Purpura fulminans/DIC): 5–10 % der Meningokokkämie-Überlebenden.
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Nierenschädigung, Nebennierenblutung (Waterhouse-Friderichsen-Syndrom).
Prognostische Faktoren: Alter <1 Jahr oder >60 Jahre, rasche Progression, Meningokokkämie ohne Meningitis, DIC und Koma sagen schlechte Verläufe voraus.
Genesung: Überlebende ohne schwere Folgeschäden genesen in der Regel innerhalb von 2–4 Wochen vollständig.
