Übersicht
Schweres virales hämorrhagisches Fieber mit Letalitätsraten von 25–90 %. Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten. Ausbrüche vorwiegend in Zentral- und Westafrika. Impfstoff (Ervebo) seit 2019 verfügbar.
Symptome
Symptome | Häufigkeit | Schweregrad | Beginn |
|---|---|---|---|
| Müdigkeit | 76% | Leicht | Frühphase |
| Fieber | 87% | Mäßig | Frühphase |
| Schüttelfrost | 40% | Leicht | Frühphase |
| Kopfschmerzen | 53% | Leicht | Frühphase |
| Appetitlosigkeit | 65% | Leicht | Frühphase |
| Krankheitsgefühl | 70% | Leicht | Frühphase |
| Myalgie | 49% | Leicht | Frühphase |
| Halsschmerzen | 44% | Leicht | Frühphase |
| Arthralgie | 39% | Leicht | Frühphase |
| Durchfall | 66% | Mäßig | Höhepunkt |
| Erbrechen | 68% | Mäßig | Höhepunkt |
| Bauchschmerzen | 44% | Leicht | Höhepunkt |
| Konjunktivitis | 30% | Leicht | Höhepunkt |
| Übelkeit | 55% | Leicht | Höhepunkt |
| Hautausschlag | 25% | Leicht | Höhepunkt |
| Tachykardie | 30% | Mäßig | Höhepunkt |
| Zahnfleischbluten | 12% | Mäßig | Spätphase |
| Blut im Stuhl | 6% | Schwer | Spätphase |
| Hämorrhagie | 18% | Kritisch | Spätphase |
| Schluckauf | 15% | Leicht | Spätphase |
| Hypotonie | 15% | Schwer | Spätphase |
| Petechien | 15% | Mäßig | Spätphase |
| Schock | 20% | Kritisch | Spätphase |
| Verwirrtheit | 15% | Schwer | Spätphase |
Übertragung
Übersicht
Ebola-Virus-Krankheit (EVD) durch Ebola-Viren (Filovirus). Sechs Spezies, Zaire ebolavirus am tödlichsten (CFR 25–90 %). Übertragung durch direkten Kontakt mit Blut/Körperflüssigkeiten. Große Epidemie 2013–2016 in Westafrika (>28.000 Fälle, >11.000 Todesfälle). Impfstoff (rVSV-ZEBOV) und Therapien verfügbar.
Übersicht
Die Ebolaviruserkrankung (EVD) wird durch Viren der Gattung Ebolavirus (Familie Filoviridae) verursacht. Sechs Spezies sind bekannt; Zaire-Ebolavirus verursacht die schwerste Erkrankung und ist für die größten Ausbrüche verantwortlich. Das natürliche Reservoir sind vermutlich Flughunde (Pteropodidae). Menschen infizieren sich durch Kontakt mit infizierten Tieren (Bushmeat) oder durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung via direkten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Oberflächen. Gesundheitspersonal ist ohne geeignete Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) besonders gefährdet. Das Virus wurde erstmals 1976 nahe dem Ebola-Fluss in der DRK identifiziert. Die Epidemie 2013–2016 in Westafrika war die größte in der Geschichte: 28.616 Fälle und 11.310 Todesfälle in Guinea, Liberia und Sierra Leone.
Notfallzeichen
Ebola ist ein medizinischer Notfall — sofort Hilfe suchen bei:
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Fieber >38,5 °C nach kürzlicher Reise in/aus einem aktiven Ausbruchsgebiet
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Unerklärte Blutungen jeglicher Lokalisation bei einem febrilen Patienten
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Rasche Verschlechterung mit schwerer Diarrhö, Erbrechen und Dehydratationszeichen
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Kontakt mit einem bestätigten/verdächtigen Ebola-Fall in den letzten 21 Tagen Hinweis: Sofortige Isolierung ist obligat; Gesundheitsbehörden benachrichtigen
Detaillierte Symptome
Häufigste Anzeichen und Symptome
Die EVD beginnt abrupt und verläuft in charakteristischen Phasen:
Frühphase (Tag 1–3):
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Plötzliches hohes Fieber, schwere Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Müdigkeit
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Myalgien und Arthralgien
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Halsschmerzen
Gastrointestinale Phase (Tag 3–10):
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Schwere wässrige Diarrhö (bis zu 5+ Liter/Tag — Hauptursache des Flüssigkeitsverlustes)
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Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
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Anorexie
Hämorrhagische Phase (nicht bei allen, ~20–50 %):
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Petechien, Ekchymosen, Schleimhautblutungen (gingival, konjunktival)
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Hämatemesis, Meläna, Hämaturie
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Innere Blutungen
Kritische Phase (Tag 7–12):
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Multiorganversagen (hepatisch, renal, respiratorisch)
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Disseminierte intravasale Koagulation (DIC)
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Schock, Koma
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Tod typischerweise Tag 6–16 durch hypovolämischen Schock/Multiorganversagen
Überlebende beginnen sich um Tag 10–12 zu erholen; die Genesung dauert Wochen bis Monate.
Die Kenntnis der Symptome ist der erste Schritt zu einer schnellen Reaktion.
Krankheitsverlauf
Typischer Krankheitsverlauf:
- Inkubationszeit: 2–21 Tage (Durchschnitt 8–10 Tage).
- Beginn (Tage 1–3): Plötzliches Fieber, starke Kopfschmerzen, Myalgien, Müdigkeit, Halsschmerzen.
- Gastrointestinale Phase (Tage 3–7): Profuser wässriger Durchfall, Erbrechen (oft >5 L/Tag Flüssigkeitsverlust), Bauchschmerzen. Massive Flüssigkeits- und Elektrolytverluste.
- Krankheitshöhepunkt (Tage 7–12): Multiorgandysfunktion. Hämorrhagische Manifestationen bei 30–50 % (Schleimhautblutungen, Petechien, Ekchymosen, Hämatemesis). Metabolische Azidose, Nierenversagen, Leberversagen. DIC.
- Genesung oder Tod (Tage 10–14): Tödliche Verläufe: Tod typischerweise durch hypovolämischen Schock und Multiorganversagen. Überlebende: Entfieberung um Tag 10, allmähliche Besserung über Wochen.
Ansteckungsfähigkeit: Während der Inkubationszeit nicht infektiös. Die Infektiosität nimmt mit Fortschreiten der Erkrankung zu. Körperflüssigkeiten von Verstorbenen sind hochinfektiös.
Diagnose
Wie diese Krankheit diagnostiziert wird
Schnelle, akkurate Diagnostik ist entscheidend für die Ausbruchskontrolle:
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RT-PCR: Bevorzugte Methode
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Nachweis viraler RNA im Blut ab Tag 3 der Symptome (Sensitivität >95 %). GeneXpert Ebola-Test ermöglicht Near-Point-of-Care-Diagnostik in ~90 Minuten
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Antigen-Schnelltests: OraQuick Ebola Rapid Antigen Test — zugelassen zur Triage bei Ausbrüchen
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Ergebnis in 30 Minuten
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geringere Sensitivität als PCR
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IgM/IgG-Serologie: Nützlich für Surveillance und Bestätigung früherer Infektion
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IgM erscheint Tag 2–9
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IgG ab Tag 6–18
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Virusisolation (Zellkultur): Nur BSL-4-Labor
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für Forschung/Referenz
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Post-mortem-Diagnostik: Immunhistochemie, PCR aus Gewebe
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Biosicherheit: Proben müssen unter strikten BSL-4-Bedingungen gehandhabt werden
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Dreifachverpackung für Transport (UN 2814 Kategorie A)
Behandlung
Verfügbare Behandlungsmethoden
Die Behandlung hat sich seit dem Ausbruch 2013–2016 erheblich verbessert:
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mAb233 (Inmazeb — Atoltivimab/Maftivimab/Odesivimab): FDA-zugelassen Oktober 2020; erstes zugelassenes Therapeutikum gegen Zaire-Ebolavirus. Reduktion der Mortalität von ~49 % auf ~34 % in der PALM-Studie (Mulangu et al., NEJM 2019)
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mAb114 (Ebanga — Ansuvimab): FDA-zugelassen Dezember 2020; einmalige i.v.-Gabe eines monoklonalen Antikörpers. Mortalität ~35 % vs ~49 % in der Kontrollgruppe
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Aggressive supportive Therapie: I.v.-Volumensubstitution (häufig 3–5 L/Tag), Elektrolytersatz (K⁺, Mg²⁺), Antiemetika, Malariamedikamente (empirisch in koendemischen Gebieten), empirische Antibiotika bei Sekundärinfektionen
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Monitoring: Häufige Elektrolyt-, Nierenfunktions- und Gerinnungskontrollen
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Blutprodukte: Thrombozytenkonzentrate, FFP bei Koagulopathie
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Intensivmedizinische Versorgung (wo verfügbar) verbessert die Prognose signifikant Frühzeitiger Therapiebeginn ist kritisch — die Mortalität steigt steil nach Tag 5 der Symptome.
Die meisten Fälle werden bei früher Diagnose wirksam behandelt.
Präventionsdetails
Wie Sie sich schützen können
Der rVSV-ZEBOV-Impfstoff (Ervebo) hat die Ebola-Prävention revolutioniert:
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Ervebo (rVSV-ZEBOV-GP): Lebendimpfstoff, replizierend, rekombinant. Einzeldosis i.m. WHO-Präqualifikation 2019, FDA-Zulassung Dezember 2019. Wirksamkeit ~97,5 % (Ringimpfungsstudie, Henao-Restrepo et al., Lancet 2017). Seit 2018 erfolgreich in DRK-Ausbrüchen eingesetzt
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Zabdeno/Mvabea (Ad26.ZEBOV/MVA-BN-Filo): Zwei-Dosen-Schema (8 Wochen Abstand). EMA-Zulassung Juli 2020. Zur Prophylaxe in Risikopopulationen
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Ringimpfungsstrategie: Impfung von Kontakten und deren Kontakten bestätigter Fälle — WHO-empfohlener Ansatz zur Ausbruchsbekämpfung
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Infektionsprävention und -kontrolle (IPC): Strikte Kontakt-/Tröpfchen-Vorsichtsmaßnahmen, volle PSA (Schutzanzug, Doppelhandschuhe, Gesichtsschild, N95/FFP2), sichere Bestattungspraktiken
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Isolierung: Bestätigte und Verdachtsfälle müssen sofort isoliert werden
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Kontaktnachverfolgung: 21-tägiges Monitoring aller identifizierten Kontakte
Vorbereitung ist der beste Schutz.
Reisehinweise
Risiko für Reisende:
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Risikostufe: Sehr gering für die meisten Reisenden. Risiko besteht nur in Gebieten mit aktiven Ausbrüchen (vorwiegend DRK, Guinea, Uganda)
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Hochrisikogruppen: Gesundheitspersonal in Ausbruchszonen, Hilfs-/humanitäre Kräfte, Bestattungspersonal, Bushmeat-Jäger/-Verarbeiter
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Vor der Reise: WHO Disease Outbreak News auf aktuelle Ausbrüche prüfen. Impfung mit Ervebo empfohlen für Gesundheitspersonal in Ausbruchsgebieten
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Während der Reise: Kontakt mit Kranken und Körperflüssigkeiten vermeiden, kein Bushmeat, strenge Händehygiene, Gesundheitseinrichtungen mit EVD-Patienten meiden
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Nach der Reise: Selbstmonitoring der Temperatur für 21 Tage nach Verlassen des Ausbruchsgebiets. Bei jeglichem Fieber sofortige ärztliche Versorgung — Reiseanamnese mitteilen und Isolierung anfordern
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Eingangsscreening: Einige Länder implementieren Ein-/Ausreisekontrollen während Ausbrüchen
Wie häufig ist es?
Statistiken und geografische Daten
Seit der Entdeckung 1976 sind >40 bekannte Ausbrüche aufgetreten, fast alle in Subsahara-Afrika. Die Epidemie 2013–2016 in Westafrika (Guinea, Liberia, Sierra Leone) war die größte: 28.616 Fälle, 11.310 Todesfälle (CFR ~40 %). Der Ausbruch 2018–2020 in der DRK (Nord-Kivu/Ituri) war der zweitgrößte: 3.481 Fälle, 2.299 Todesfälle (CFR 66 %), erschwert durch bewaffneten Konflikt. Der Ausbruch 2022 in Uganda (Sudan-Ebolavirus) verursachte 142 Fälle und 55 Todesfälle. Außerhalb Afrikas sind keine bestätigten Ausbrüche aufgetreten, abgesehen von Laborunfällen und importierten Fällen. Die Zaire-Spezies hat die höchste CFR (60–90 % in unbehandelten Ausbrüchen), Bundibugyo- und Sudan-Spezies niedrigere (25–50 %).
Risikofaktoren
Wer am meisten gefährdet ist
Kontakt mit Blut/Körperflüssigkeiten von Infizierten, unsichere Bestattungspraktiken, Gesundheitspersonal ohne angemessene PSA, Buschfleisch-Konsum, Kontakt mit Fledermäusen/Primaten, Leben in Endemiegebieten.
Komplikationsdetails
Mögliche Komplikationen
Komplikationen sind schwerwiegend und tragen zur hohen Mortalität bei:
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Hypovolämischer Schock: Durch massive Flüssigkeitsverluste (Diarrhö, Erbrechen, Hämorrhagien)
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Multiorganversagen: Lebernekrose, akute Nierenschädigung, Myokarditis
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Disseminierte intravasale Koagulation (DIC): Ausgedehnte Blutungen
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Sekundärinfektionen: Bakterielle Sepsis in der Akutphase
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Post-Ebola-Syndrom (bei Überlebenden): Chronische Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Sehprobleme (Uveitis, Erblindung bei ~25 %), Hörverlust, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depression/PTBS. Betrifft >75 % der Überlebenden
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Viruspersistenz: Ebola-RNA kann in immunprivilegierten Geweben (Hoden, Auge, ZNS) über Monate bis Jahre persistieren; sexuelle Übertragung bis 500+ Tage nach Genesung dokumentiert
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Schwangerschaft: Nahezu 100 % fetale/neonatale Mortalität bei akuter EVD; Viruspersistenz in Fruchtwasser und Muttermilch
Genesung & Aussichten
Erwartete Ergebnisse und Genesung
Ebolaviruserkrankung (Zaire-Ebolavirus):
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Durchschnittliche Letalitätsrate: 50 % (Spanne 25–90 % je nach Ausbruch und Gesundheitsversorgung).
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Mit supportiver Behandlung (i.v.-Flüssigkeiten, Elektrolytmanagement): Letalitätsrate 30–40 %.
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Mit intensivmedizinischer Behandlung (ICU, Nierenersatztherapie): Letalitätsrate <20 % bei jüngsten Ausbrüchen.
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Monoklonale Antikörpertherapie (mAb114/Inmazeb, REGN-EB3): reduzierte die Letalitätsrate auf 6–11 % in der PALM-Studie.
Prognosemarker: Hohe Viruslast (>10⁸ Kopien/mL), erhöhtes Kreatinin, AST >1.000, Alter >40, hämorrhagische Manifestationen sagen einen schlechten Verlauf voraus.
Genesung: Überlebende können ein Post-Ebola-Syndrom (Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Seh-/Hörstörungen) über Monate bis Jahre erleben. Das Virus kann in immunologisch privilegierten Kompartimenten (Auge, Hoden, ZNS) persistieren.
